Opfern Merkel und von der Leyen Deutschland und Europa für einen Krieg?

von Jane Simpson

CDU/CSU-Fraktion

Planen die USA Krieg mit Russland? Warum werden in Deutschland russischsprachige Zivilisten gesucht?Warum verlegen die USA seit Monaten Truppen und militärisches Gerät über Deutschland an die Ostgrenzen der Nato? Warum ‚üben‘ US-Soldaten mit russischsprachigen ‚Rollenspielern‘ den Kriegsfall auf einem deutschen Truppenübungsplatz?

Haben wir es ‚nur‘ mit einer Abschreckungsmaßnahme und Vorsichtsmaßnahme gegen Russland zu tun? Oder wird tatsächlich, wie viele befürchten, Krieg gegen Russland vorbereitet?

Stellenausschreibung der US-Armee

Die Suche nach russischsprachigen „Zivilisten“ für ein Rollenspiel auf dem deutschen Truppenübungsplatz Hohenfels sorgt seit Tagen für Aufregung. Die US-Armee sucht per Stellenausschreibung Rollenspieler, die dem Militär für Übungen zur Verfügung stehen sollen.

Warum sind dafür ausgerechnet Russischkenntnisse notwendig? Steht der Weltfrieden auf dem Spiel? „Es ist weltpolitisch katastrophal“, dass die Nato für Übungen russischsprachige Statisten suche, sagte Tobias Pflüger, der stellvertretende Vorsitzende der Grünen Partei. So eine öffentliche Ausschreibung, klingt sie nicht schon beinahe nach konkreten Kriegsvorbereitungen mit oder gar in Russland?

Auf der Internetseite des Hauptstadtportal Berlin.de wird offiziell nach Komparsen gesucht. Auch auf dem Portal der Arbeitsagentur wirbt die US-Armee dafür. Diese sollen in „realitätsnahen Übungsszenarios“ für die Soldaten die „Zivilbevölkerung in Krisengebieten“ darstellen, damit sich die Truppen optimal „auf deren Auslandsmissionen“ vorbereiten können.

http://www.berlin.de/special/jobs-und-ausbildung/stellenangebote/index.php/de/detail/10000-1152039603-S

Offizielle Stellungnahme des US-Militärs

Auf Nachfragen antwortete der amerikanische Militärvertreter des Truppenübungsplatzes:  „Unser Ziel ist es, die Soldaten möglichst realistisch zu trainieren und zu gewährleisten, dass sie in der Lage sind, in vielen verschiedenen Situationen zu handeln. Vorbereitung ist fundamental für das Training. Dies beinhaltet auch die Fähigkeit, verständlich mit Zivilisten und dem Militärpersonal anderer Nationen zu kommunizieren. Verschiedene Sprachen sowie Vertreter verschiedener Nationen im Trainingsgebiet tragen Marquardt zur Komplexität der Übungsszenarien bei“.

Die US- Armee und ihre Verbündeten trainieren seit 1952 am Standort Hohenfels bei Regensburg. Während dieser Zeit habe sich der Fokus des Trainings dem „Wandel der Umstände in der Welt angepasst“. Gute Vorbereitung sei grundlegend in der militärischen Ausbildung. Die Teilnehmer der Übung, US-Soldaten und Soldaten der NATO sollen auf Probleme vorbereitet sein, denen sie überall auf der Welt begegnen können. Mehrsprachigkeit sorge für Komplexität der Szenarien und solle die Soldaten realistisch herausfordern. 60 000 Soldaten bereiten sich hier jedes Jahr für den Einsatz in Krisengebieten vor.

Die Szenarien seien jedoch keine Vorbereitungsübungen für konkrete Missionen, so der amerikanische Militärvertreter. Allerdings klingen die Sprachanforderungen in der Stellenausschreibung doch sehr konkret – außer Russisch waren Tschechisch und Polnisch gefordert.

Planen die USA Krieg mit Russland?

Sind das nicht gefährliche Entwicklungen, die nichts Gutes erahnen lassen?  Das Nato Militärbündnis rückt seit Monaten immer stärker an der russischen Grenze auf und exerziert nun auch noch auf dem deutschen Truppenübungsplatz entsprechende Szenarien durch. Die Linkspartei kündigte an, diesbezüglich eine Anfrage an die Bundesregierung zu stellen.

Im letzten Sommer beteiligten sich in Polen 31.000 Soldaten aus den NATO Bündnisstaaten an der Militärübung „Anaconda-2016“, der größten seit dem Kalten Krieg. Die Nato behauptete zwar damals wenig glaubwürdig, das Manöver richte sich gegen Bedrohungen aus dem Nahen Osten. Polen und zahlreiche Analysten sprachen allerdings über das Ziel einer Abschreckung Russlands.

Gleichzeitig beschloss das Nato Bündnis an seinem Gipfel im Juli 2016, seine Ostflanke gegen Russland zu stärken, auch auf Druck der osteuropäischen Verbündeten im Baltikum und in Polen. Die Nato sieht die Verlegung von Bataillonen an die Ostgrenze als Antwort auf die Annexion der Halbinsel Krim und auf die Bildung großer neuer russischer Militärverbände im Westen des Landes. Die Nato-Strategie ist in Deutschland dennoch höchst umstritten.

Was in Hohenfels ab April genau durchexerziert wird – eine Besetzung russischsprachiger Gebiete oder Verhandlungen in Afghanistan – ist unklar, das Gelände ist militärisches Sperrgebiet. Bekannt ist offiziell nur: „Auf dem Übungsgelände sind bis zu 10 Dörfer künstlich angelegt, die jeweils aus 10 bis 30 Häusern bestehen. Die Teilnehmer spielen kleine Statistenrollen wie z. B. ein Viehzüchter, Ladenbesitzer oder auch der Bürgermeister eines Dorfes in Afghanistan, der hin und wieder auch mit den anwesenden U.S. Streitkräften vermittelt und verhandelt.

“ Explizit erforderlich: „Gute Sprachkenntnisse in Russisch.“ Offenbar soll also ein Krisengebiet simuliert werden, in dem die Normalbevölkerung Russisch spricht.

Was wird hinter den Kulissen geplant?

Ist Russland eine Bedrohung für Europa? Oder vertreten die USA hier ihre geostrategischen imperialistischen Machtinteressen? Werden die Russen zu Recht bedroht oder sind sie in der Vergangenheit den Provokationen der USA aus dem Weg gegangen und beschreiten einen Weg der Deeskalation? Ist Russland ein Wolf im Schafspelz, der seine eigenen Ziele verfolgt, etwa sein Territorium nach Westeuropa auszuweiten? Oder wollen sich die USA und Russland Europa teilen? Werden Deutschland und Europa für einen Krieg geopfert? Welche Rolle spielt dabei Großbritannien, die sich durch den Brexit aus der Titanic Europäische Union retten wollen?

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