Von Kenan Dogulu bis zur fiktiven Kriegsführung!

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News Special 24

Wie das Leben so spielt, man lässt sich vom Alltag nach Feierabend auf die Coach fallen, ist mit sich und seinem Umfeld im Reinen und versucht mit musikalischer Unterstützung für einige Minuten die Realitäten unserer Zeit in den Hintergrund zu drängen. Gerade wo ich denke, ich habe es geschafft, läuft im Nebenzimmer das Lied von Kenan Dogulu „Romayida yakarim“ und ich ertappe mich, wie ich diesen populären Song bis zur Unkenntlichkeit in Einzelteile zerlege. Meine Assoziationen reißen mich aus der trügerischen Ruhe und katapultieren mich wieder zurück zur gelebten Unwirklichkeit. Was war passiert und warum muss ich bei diesem Lied an den Tod von Millionen unschuldiger Menschen in unserer Zeit denken? Ist es meine kurzzeitige Melancholie, ist es mein ausgeprägter Gerechtigkeitssinn oder überschwänglich einfach mein analytisches Denken über die moderne Kriegsführung?

Um einen machtpolitischen Krieg zu führen hat man entweder veritable Feinde oder man projiziert einen imaginären Feind, mit der Zielsetzung Andersdenkende oder Andersgläubige zu diffamieren und sie als Schuldige für eigene Zwecke zu brandmarken. Hier gibt es unzählige Beweise aus der Geschichte. Wir schreiben das Jahr 64 nach Christus. Im alten Römischen Reich herrscht der Kaiser Nero mit unerbittlicher Härte und mit dem Willen eine unscheinbare Sekte namens Christen aus der Stadt zu treiben bzw. zu eliminieren. Am 19. Juli des Jahres 64 n.Chr. lässt mutmaßlich Nero selbst ein Feuer in Rom legen, das über mehrere Tage in der Stadt wütet und viele Stadtteile komplett zerstört. Als Schuldige werden schnell die Christen ausgemacht und damit ihr Tod oder ihre Vertreibung besiegelt. Dieses Paradebeispiel zeigt, wie man unschuldigen Menschen für politische Ambitionen skrupellos missbrauchen kann.

Auch Adolf Hitler hat sich diese Taktik zu Eigen gemacht. In der Nacht vom 27.02. auf den 28.02.1933 kam es zu einer Brandstiftung des Deutschen Reichstages mit der Konsequenz, dass der Pogrom gegen Andersgläubige insbesondere gegen die Kommunisten nun an Schärfe gewann und der Brand als politische Waffe für eigene Interessen missbraucht wurde. Es gibt in der Geschichte vielfältige Beispiele, wo unschuldige Menschen aufgrund von machtpolitischen Interessen zu Opfern degradiert wurden. Übertragen auf unsere heutige Zeit stelle ich vermehrt fest, dass die amerikanische Administration, unterstützt von der britischen und französischen Regierung, dieses menschenverachtete Instrument gegenwärtig einsetzt. Heute jährt sich das Ereignis vom 11.09.2001, das bis dato als Vorwand genommen wurde, den Kampf gegen die moslemische Welt zu intensivieren und damit billigend der Tod von Millionen unschuldiger Menschen in Afghanistan, Irak, Syrien, Jemen und Somalia in Kauf zu nehmen.

In der modernen Kriegsführung ist die asymmetrische Kriegsführung akribisch bis ins kleinste Detail perfide organisiert und mit medialer Beeinflussung untermauert. Frei nach dem Motto: Wenn ich keinen Feind habe, wird mein Freund zu einem imaginären Feind umgeschult. Ehemalige Verbündete wurden kurzerhand zu Feinden deklariert, um unschuldige Staaten, aus imperialistischer Erwägung heraus, okkupieren zu können. Georg Bush Senior nutzte Saddam Husseyin geschickt aus, Bill Clinton baute die Taliban auf, Georg Bush Junior reaktivierte Osama bin Laden und Barak Obama bastelte an der Erstehung des TS (Terroristischer Staat) mit, unter Islamophoben auch IS (Islamischer Staat) genannt. Diese hollywoodreife Inszenierung dient auch als Deckmantel, um den Islam als aggressive Religion im westlichen Lager zu implementieren. Die USA hat das Drehbuch geschrieben, die Schauspieler ausgewählt, die Schauspieler mit Requisiten ausgestattet, führt die Regie und tritt als Finanzierer auf. Da kann ja nichts mehr schief gehen. Für Rückfragen steht Euch übrigens die CIA gerne zur Verfügung. Weltpolitik ist wie das Schachspiel. Wenn Du weißt, wie der nächste Schachzug deines Gegners aussehen wird, hast du das Spiel schon fast gewonnen. Na ja, nun habe ich, nach der kurzen Exkursion, keine Lust mehr Musik von Kenan Dogulu zu hören. Ich schau mir jetzt lieber ein Fußballspiel an und hoffe, dass auch dieses Spiel nicht manipuliert ist.

Ansonsten wünsche ich der gesamten moslemischen Welt ein gesegnetes Opferfest und Frieden für alle Menschen auf dieser Erde.

M. Teyfik Oezcan

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