„Erdogans Offensive: Wer hilft den Kurden“

Ich habe gestern zwei der unseligen „Diskussionen“ im deutschen und österreichischen Fernsehen über die Operation „Olivenzweig“ verfolgt 
und teile als „Gegenpol“ diese Fotos.
Und kopiere meinen Kommentar bei der Deutschen Welle Quadriga zu der Diskussion „Erdogans Offensive: Wer hilft den Kurden“:

Von: Barbara Falke
„Eines des hier Gesagten ist wohl wahr, dass die Kurden oft benutzt wurden von verschiedenen Seiten. Aber sonst erscheint mir hier sehr viel einseitig berichtet. Und die schon immer bestehende Zersplitterung „der“ Kurden wurde angerissen, aber nicht ausreichend berücksichtigt.
Man hält hier das „Völkerrecht“ hoch. Das wäre bei einem Eingreifen der Türkei damals gegen den sog. IS ebenso gewesen in noch schwierigerer Situation für die Türkei, die man dazu damals regelrecht gedrängt hat.
Schwierig auch wegen der Propaganda, die Türkei hätte den sog. IS unterstützt, was nie bewiesen werden konnte. Wie kann man auch hier unkommentiert und vielleicht unrecherchiert stehen lassen, dass die Türkei den sog. IS unterstützt habe? Selbst Dündar musste später auf explizite Nachfrage richtig stellen, dass er dies nicht behauptet habe. Lediglich Waffenlieferungen öffentlich gemacht hat, ohne deren Herkunft zu recherchieren wie sich das für einen wirklich investigativen Journalisten gehört hätte und die nach anderen Recherchen höchstwahrscheinlich an die türkmenische Opposition ging, die in dieser Region aktiv war.
Es ist naiv zu denken und zu behaupten, die YPG wäre ausgerechnet durch die USA „in Griff“ zu bekommen. Die USA unterstützen seit jeher Terrorganisationen in dieser Region, um die Region zu destabilisieren und Einfluss zu gewinnen.
Und sie haben „natürlich“ nicht die offene Unterstützung der PKK/YPG durch Israel erwähnt und sind dann mal auf den Yinonplan gestoßen, der hier offensichtlich umgesetzt werden soll, zu mindestens wenn man die Geschehnisse der letzten Jahre in dieser Region betrachtet. Und dazu gehört eine Teilung der Türkei.
Schade, eine sehr einseitige Diskussion besonders durch die kurdischen Teilnehmer. Es gibt genug Kurden in der AKP, die man fairerweise auch hätte einladen können. Aber allein die Überschrift lässt vermuten, dass eine objektivere Sichtweise nicht gewünscht war.
Wurde mal recherchiert, wie die PKK/YPG ihre Soldaten rekrutiert? Wie in diesen Gebieten ethnische Säuberungen erfolgten? Welche marxistische Indoktrination dort erfolgt? Wie froh die normale Bevölkerung ist nach der Befreiung von diesem Terror? Wie eng familiäre Bande zwischen den Familien dort sind, die erst vor knapp 100 Jahren dort willkürlich vom sog. Westen zerschnitten wurden? Wie sorgsam die türkische Armee versucht, zivile Opfer zu vermeiden und nicht einfach „drüber bombt“ wie andere dort Agierende?
Und die Hunderttausende Kurden, die beim „Feind“ Türkei Schutz suchen?
Nur weil man im Westen sich leider nicht mehr vorstellen kann, dass Regierungen im Sinne ihres Volkes handeln und Armeen nicht ihre Moral im Kampf aufgeben sollte man dies nicht zwangsweise auf andere Staaten übertragen, vor allem nicht auf die jetzige Türkei.
Und das sage ich als in der Türkei lebende Deutsche, die am Weltgeschehen Anteil nimmt und dies mit großer Sorge betrachtet. Vor allem wie sich Deutschlands Politiker und Medien da positionieren.
Ich vermisse klar denkende Journalisten wie Peter Scholl-Latour, der die Unterstützung der PKK von allen möglichen Seiten und auch und vor allem durch Deutschland schon vor über 20 Jahren kritisierte. Was für ein verlogenes politisches „Spiel“.
Wem nutzt die Zersplitterung von souveränen Ländern?
Gut die Frage von Frau Bauer, warum die Kurden einen eigenen Staat haben müssen. Erdogan musste keinen Feind aufbauen. Die PKK hat nach den Friedensgesprächen deutlich gezeigt, dass Frieden von ihnen nicht gewollt ist . Was wollen sie noch? Sie haben nun alle Rechte, auch ihre Kultur zu leben, was sie früher wirklich nicht konnten.
Genau, die Frage der von Anbeginn !!! von der Türkei geforderte internationale !!! Schutzzone, aber durch russisches Veto verhindert, wurde nur kurz gestreift wie alles was Erdogan entspannend getan hat. Aber gut, dass es Frau Bauer später nochmals angesprochen hat.
Warum sind wohl mind. 85% der Türken auf der Seite der Regierung? Weil sie viel besser informiert sind, was wirklich in dieser Region passiert. Im Gegensatz zu der Mehrheit der Deutschen, die sich wieder einmal manipulieren lassen.
Und erschreckend wie einfach gesagt wird, dass die Türkei vielleicht nicht erfolgreich ist, weil die Terrororganisation YPG so gut bewaffnet ist. Vom Westen.
Aber die Türkei wird erfolgreich sein, weil sie wissen wofür sie kämpfen und mit dem Herzen dabei sind.
Welche Heuchelei mit den deutschen Panzern. Wer hat aufgeschrien, als im Irak mit deutschen Giftgas gemordet wurde?
Haltet euch endlich aus diesen Gebieten raus, auch mit solch einseitigen wie üblich Erdogan feindlichen „Diskussionen“

Barbara Falke

 

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