Die Akzeptanz des Islams in Deutschland und die Moscheesteuer

In meiner politischen Blütezeit in den 90er Jahren auf Kommunaler- und Landesebene war mein Augenmerk, auch aus persönlichen Gründen, auf den Status Quo und die Zukunftsgestaltung des Islams in Deutschland in Verbindung u.a. mit der Institution Ditib gerichtet. Die Herausforderungen seinerzeit waren keine anderen als die von heute. Lediglich die Debatte über den Islam hat zurzeit eine andere Dimension angenommen und wird zum Spielzeug einiger interessengesteuerter Pseudomuslime. Es gab damals einen gesellschaftlichen Konsens und theologische Übereinstimmungen der Muslime, wie die Ausrichtung des Islams in Deutschland auszusehen hatte. Die Protagonisten der Mainstream-Medien und ihre Supporter dominieren jedoch heute mit ihrer exklusiven Meinung die eindimensionale Berichterstattung über den Islam resp. die Ditib und sind die besten Indikatoren dafür, wer aktuell die Deutungshoheit über den Islam innehat. Hätte man diese negative Entwicklung abbremsen oder verhindern können? Schon damals stellte ich mir die Frage, wie wir es schaffen können, die Angst der christlichen Freunde vor dem Islam zu nehmen und wie wir die Akzeptanz der Ditib in der Mehrheitsgesellschaft langfristig steigern können. Als junger Politiker mit Visionen war die Antwort für mich per se naheliegend und selbsterklärend. Der Islam muss mittelfristig dem Christentum in Deutschland rechtlich und organisatorisch gleichgestellt werden. In der Konsequenz muss die Ditib als Körperschaft des öffentlichen Rechts eingetragen werden und darüber hinaus muss eine freiwillige Moscheesteuer von den Gläubigen erhoben werden. Ferner müssen die Imame in Deutschland unter Kontrolle der Ditib ausgebildet und der bekenntnisorientierter Islamunterricht muss in den Schulen unter der Leitung der Ditib eingeführt werden. Mittlerweile sind über 20 Jahre vergangen und man hat das Gefühl, die Zeit ist bei dieser Thematik stehengeblieben. Die Akzeptanz des Islams hat in Deutschland auch aus geopolitischen Gründen abgenommen, erforderlichen Strukturen wurden von den Moscheeverbänden bis dato nicht aufgebaut und selbsternannte Imame/Imamin präsentieren sich öffentlich und werden als liberale Muslime protegiert, wobei liberaler Islam in sich schon einen Widerspruch darstellt. Interessant ist es in diesem Kontext, dass die „liberalen Imame“ aber gerne Gelder aus Saudi-Arabien für ihre Propaganda annehmen. Das untermauert erneut meine Analyse, dass das fragile Gerüst „Liberaler Islam“ für die Protagonisten nur einen kommerziellen Hintergrund impliziert. Die Argumentation, die Moscheesteuer widerspreche der persönlichen Freiheit des Gläubigen, da es im Islam keinen Zwang gäbe, ist nicht haltbar, da die Moscheesteuer analog zur Kirchensteuer auch nicht verpflichtend ist. Es steht jedem frei, seinen finanziellen Beitrag zu leisten oder aus dem Moscheeverein auszutreten. Die Möglichkeit sich mit Spenden an den Kosten der Moschee zu beteiligen, bleibt natürlich jedem weiterhin unbenommen. Auch die Argumentation, mit der Moscheesteuer wird der Einfluss aus dem Ausland eingeschränkt, legt die ganze Unwissenheit der Debattenteilnehmer offen. Diese Aussage impliziert, dass die Ditib Moscheen vom Ausland instruiert werden, was natürlich jeglicher Grundlage entbehrt und nur dazu dient die Ditib weiter zu diskreditieren. Weder bekommen sie finanzielle Unterstützung aus dem Ausland, noch sind sie ein verlängerter Arm von politischen Akteuren. Einzig allein die Imame werden von der Türkei ausgesandt und vom türkischen Staat entlohnt. Damit meine Visionen von einem gleichberechtigten Islam in Deutschland in Erfüllung gehen, muss die Ditib die notwendigen Strukturreformen einleiten, der Staat die Ditib als Körperschaft des öffentlichen Rechts akzeptieren und mit der Einführung der Moscheesteuer unter Kontrolle der Ditib, muss die Grundlage geschaffen werden, mit den finanziellen Möglichkeiten für professionell funktionierende Strukturen zu sorgen und die Gebetshäuser nicht nur für Gebetsräume zu öffnen, sondern sie auch zu kulturellen Begegnungsstätten auszubauen. Wenn wir unser Ziel erreichen, wird der Islam einen anderen Stellenwert in der Mehrheitsgesellschaft bekommen und er wird nach fast 60-jähriger Einwanderungsgeschichte in Deutschland endlich angekommen sein. M. Teyfik Oezcan Freier Journalist

In meiner politischen Blütezeit in den 90er Jahren auf Kommunaler- und Landesebene war mein Augenmerk, auch aus persönlichen Gründen, auf den Status Quo und die Zukunftsgestaltung des Islams in Deutschland in Verbindung u.a. mit der Institution Ditib gerichtet. Die Herausforderungen seinerzeit waren keine anderen als die von heute. Lediglich die Debatte über den Islam hat zurzeit eine andere Dimension angenommen und wird zum Spielzeug einiger interessengesteuerter Pseudomuslime. Es gab damals einen gesellschaftlichen Konsens und theologische Übereinstimmungen der Muslime, wie die Ausrichtung des Islams in Deutschland auszusehen hatte. Die Protagonisten der Mainstream-Medien und ihre Supporter dominieren jedoch heute mit ihrer exklusiven Meinung die eindimensionale Berichterstattung über den Islam resp. die Ditib und sind die besten Indikatoren dafür, wer aktuell die Deutungshoheit über den Islam innehat.

Hätte man diese negative Entwicklung abbremsen oder verhindern können?

Schon damals stellte ich mir die Frage, wie wir es schaffen können, die Angst der christlichen Freunde vor dem Islam zu nehmen und wie wir die Akzeptanz der Ditib in der Mehrheitsgesellschaft langfristig steigern können. Als junger Politiker mit Visionen war die Antwort für mich per se naheliegend und selbsterklärend. Der Islam muss mittelfristig dem Christentum in Deutschland rechtlich und organisatorisch gleichgestellt werden. In der Konsequenz muss die Ditib als Körperschaft des öffentlichen Rechts eingetragen werden und darüber hinaus muss eine freiwillige Moscheesteuer von den Gläubigen erhoben werden. Ferner müssen die Imame in Deutschland unter Kontrolle der Ditib ausgebildet und der bekenntnisorientierter Islamunterricht muss in den Schulen unter der Leitung der Ditib eingeführt werden.

Mittlerweile sind über 20 Jahre vergangen und man hat das Gefühl, die Zeit ist bei dieser Thematik stehengeblieben. Die Akzeptanz des Islams hat in Deutschland auch aus geopolitischen Gründen abgenommen, erforderlichen Strukturen wurden von den Moscheeverbänden bis dato nicht aufgebaut und selbsternannte Imame/Imamin präsentieren sich öffentlich und werden als liberale Muslime protegiert, wobei liberaler Islam in sich schon einen Widerspruch darstellt. Interessant ist es in diesem Kontext, dass die „liberalen Imame“ aber gerne Gelder aus Saudi-Arabien für ihre Propaganda annehmen. Das untermauert erneut meine Analyse, dass das fragile Gerüst „Liberaler Islam“ für die Protagonisten nur einen kommerziellen Hintergrund impliziert.

Die Argumentation, die Moscheesteuer widerspreche der persönlichen Freiheit des Gläubigen, da es im Islam keinen Zwang gäbe, ist nicht haltbar, da die Moscheesteuer analog zur Kirchensteuer auch nicht verpflichtend ist. Es steht jedem frei, seinen finanziellen Beitrag zu leisten oder aus dem Moscheeverein auszutreten. Die Möglichkeit sich mit Spenden an den Kosten der Moschee zu beteiligen, bleibt natürlich jedem weiterhin unbenommen.

Auch die Argumentation, mit der Moscheesteuer wird der Einfluss aus dem Ausland eingeschränkt, legt die ganze Unwissenheit der Debattenteilnehmer offen. Diese Aussage impliziert, dass die Ditib Moscheen vom Ausland instruiert werden, was natürlich jeglicher Grundlage entbehrt und nur dazu dient die Ditib weiter zu diskreditieren. Weder bekommen sie finanzielle Unterstützung aus dem Ausland,
noch sind sie ein verlängerter Arm von politischen Akteuren. Einzig allein die Imame werden von der Türkei ausgesandt und vom türkischen Staat entlohnt.

Damit meine Visionen von einem gleichberechtigten Islam in Deutschland in Erfüllung gehen, muss die Ditib die notwendigen Strukturreformen einleiten, der Staat die Ditib als Körperschaft des öffentlichen Rechts akzeptieren und mit der Einführung der Moscheesteuer unter Kontrolle der Ditib, muss die Grundlage geschaffen werden, mit den finanziellen Möglichkeiten für professionell funktionierende Strukturen zu sorgen und die Gebetshäuser nicht nur für Gebetsräume zu öffnen, sondern sie auch zu kulturellen Begegnungsstätten auszubauen.

Wenn wir unser Ziel erreichen, wird der Islam einen anderen Stellenwert in der Mehrheitsgesellschaft bekommen und er wird nach fast 60-jähriger Einwanderungsgeschichte in Deutschland endlich angekommen sein.

M. Teyfik Oezcan
Freier Journalist

Ein Gedanke zu “Die Akzeptanz des Islams in Deutschland und die Moscheesteuer

  1. das sind Vorbereitungen und Schützenhilfe für die Politiker die ein Gesetz

    bringen wollen -Moschesteuer- je Person 20€ würde ca 200.Mio. pro Monat

    wollen Sie vom Muslimen erpressen davon ca. 10% den Moscheen geben die

    nach Ihre Nase tanzen. Zudem wird feto leute wie die Ates finanziert Die

    Vernichtung des İslam soll von Muslimen zwangsfinanziert werden. der Rest

    des Geldes wird der Kirche unterstellt diese wird die Missonierung und

    Zwangschristianisierung der Muslime vorantreiben es wird dann İntegration

    genannt. Politik und Medien ziehen in der BRD immer am gleichen Strang !

    diese dienen den der Vatikan und Tel Aviv und Muslime sind ein Dorn in dessen

    Augen, darum sollen Sie verschwinden

    Gefällt 1 Person

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